Als Ramen wird eine japanische Nudelart bezeichnet. Ramen-Nudelsuppen zählen zu den wichtigsten und beliebtesten Gerichten in Japan und genießen in etwa den Stellenwert des europäischen oder amerikanischen Fastfood. Die Herkunft der Bezeichnung ist umstritten. Allgemein wird angenommen, dass Ramen eine Entsprechung der japanischen Bezeichnung La Miau für “gezogene Nudeln” ist. Ramen haben ihren Ursprung in der chinesischen Küche. Erstmals sollen die Nudeln etwa Mitte des 17. Jahrhunderts von einem chinesischen Gelehrten zubereitet worden sein. Allgemein verbreitet waren sie 200 Jahre später unter der Bezeichnung “China-Soba”. Im 19. Jahrhundert wurden Ramen in Japan populär. Ende des II. Weltkrieges wurde damit begonnen, die Suppen in so genannten Ramen-ya anzubieten. Heute existieren in Japan etwa 200 000 Restaurants, Schnellimbisse, mobile Verkaufsstände oder Automaten, welche Ramen in allen Variationen verkaufen. Viele Restaurants verwenden eigene, streng gehütete Rezepte. Allein in Tokio wird man in 5 000 Ramen-ya bedient. Weitere Städte, in denen sich Ramen großer Beliebtheit erfreuen sind Sapporo, Takayama oder Hakata. Auch in Europa folgt man mittlerweile dem Trend und in Deutschland, der Schweiz oder Österreich wurden entsprechende Lokale eröffnet. Im japanischen Yokohama kann ein Ramen-Museum besucht werden. Die Ausstellung entführt in die 1950er Jahre und berichtet von berühmten Ramen-Lokalen. Natürlich können die Ramen vor Ort auch verkostet werden. Weithin bekannt sind Ramen als Instant-Nudelsuppen, welche besonders in China oder den USA hohe Verkaufszahlen erreichen. Das erste Fertiggericht dieser Art kam 1958 in Japan auf den Markt. Der Unternehmer Momofuku Andò gilt als Erfinder der Instantversion der Ramen, welche mit Chicken Ramen ihre Premiere feierten und der Firma Nissin Food hohe Umsatzzahlen bescherten. Die Nudeln werden durch Frittieren haltbar gemacht oder an heißer Luft getrocknet. Seit 1971 sind Ramen in praktischen Essbehältern auf dem Markt. Seither wurde die Palette ständig erweitert und seit dem Jahre 2001 sind Ramen auch als Weltraumnahrung erhältlich. Die Nudeln bestehen aus Weizenmehl, Salz und Wasser. Das typische gelbe Aussehen und der unverwechselbare Geschmack werden durch die Zugabe von Wasser aus dem mongolischen Kan-See erzielt. Das Gewässer ist besonders reich an Natriumcarbonat und Kaliumcarbonat. Häufig werden den Nudeln auch Eier zugegeben. Als Basisvarianten unterscheidet man die mit Sojasauce gewürzten Shoyu-Ramen, Miso-Ramen, welche aus unterschiedlichen Saucen unter der Verwendung von Chili oder Sojabohnen bestehen, oder Shio-Ramen, welche aus einer salzigen hellen Brühe unter Beigabe von Fischen und Meeresfrüchten angeboten werden. Als Beilagen werden Fleisch, Fisch, Gemüse oder andere Nudelarten verwendet. Am geläufigsten sind Bambussprossen, Thunfisch, Lauchzwiebeln, Mais, gepresstes Fleisch oder Schweineschinken. Weitere Informationen zum Thema sind auch hier zu finden.
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Ramen
Posted: May 5th, 2010 under Kochen Allgemein.
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